Autor: bugsierine

Muttter v 4 Kinder - Alleinerziehend - Bilanzbuchhalterin/Steuerfachangestellte - Pirat - NRW Landesschatzmeisterin a.d. Liebe das Leben - Nutze den Tag und die Nacht - Sei rein im Herzen und denke auch mal an deine Mitmenschen

Herzensangelegenheit – Notwehr

Seit Ende Mai wohne ich nun in Duisburg und seit meiner Verkündung über Twitter wurde ich von den Duisburger Piraten, zumeist von Britta zur Mitarbeit oder Teilnahme an Treffen angeregt/motiviert. Was ich  wirklich als sehr positiv empfand. Wir kennen uns noch aus meiner Zeit im Landesvorstand. Britta hat bei diversen Aktionen mitgewirkt und ich kenne ich sie als engargierte und herzliche Piratin.
Sie teilte mir fortan die Duisburger Termine mit und lug mich zur Teilnahme ein.
Hin und wieder erzählte sie mir auch von den Problemen, die in Duisburg vorherrschen. Ihren Schilderungen zu Folge, wohl zwischen dem Kreisvorstand und „dem Team Ratsarbeit“. Zu diesem Zeitpunkt wollte ich davon noch nichts wissen, zu sehr beschäftigte mich mein eigenes Leben, ganz ohne Piraten. Die ich aus vielerlei Gründen nur noch aus der Ferne betrachtete.
Ihre Nachrichten nahmen zu und wurden deutlicher. Als es dann zur Umfrage für den Termin zur KMV kam..
Britta rief mich an und sie war ziemlich aufgeregt am Telefon. Ob ich die Umfrage gesehen hätte und wie ich abgestimmt hätte. Sie hätte den Termin zur Beantwortung verpasst und würde sich außerdem maßlos über die Terminvorschläge des Landesvorstands ärgern.
Das liegt bestimmt daran, dass Kurt noch mit im nicht öffentlichen Sitzungsteil der Landesvorstandssitzung war. Ich muss gestehen, mit dieser Aussage war ich überfordert. Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt keinen Kontakt zum aktuellen LaVo, aber dieses handeln traue ich keinem gewählten Vorstand der Piraten zu.
Später erfuhr ich vom Landesvorstand selbst, das der verantwortliche die Wochentage auf den falschen Monat gelegt hatte, eigentlich sollten ausschließlich Wochenenden im Vorschlag stehen. Er selbst hat es erst viel später bemerkt. Bleibt die Frage, warum sich niemand bei ihm gemeldet hat und das in Frage gestellt hat.
Dennoch Skepsis machte sich breit, ich fühlte mich unwohl und mir wurde langsam klar, dass es in Duisburg gerade richtig „kacke“ läuft. Doch was damit anfangen?
Damals in 2012, als ich zur Landesschatzmeisterin gewählt wurde, sagte ich es ist mir eine Herzensangelegenheit. Heute nach einigen Jahren Erfahrung, vielen Tränen, Arbeit und Streit und Demütigung sieht es kein bißchen anders aus.
Meine Aktivitäten hatte ich komplett eingestellt. Ich kann nur schwer halbe Dinge und als Alleinerziehende vollzeitberufstätige Mama mit vier Kindern ist es mir unmöglich meinem Anspruch für Mitarbeit gerecht zu werden, dann lieber gar nicht. Soweit zu meinem persönlichen Dilemma.
Ich wollte jetzt aber auch endlich hören, wie die als Querulanten, Verweigerer, amtsgeilen Lügner (und was ich sonst nicht alles gehört und gelesen hatte) bezeichneten, sich zu den schweren Vorwürfen einiger Menschen äußern würden. Würden sie sich überhaupt äußern?
Sie taten es, sachlich, faktisch. Jede Anschuldigung wurde unhaltbar und es fiel mir gegenüber kein böses Wort gegen die Beschuldigenden.
Ja, hier und da konnte ich ein wenig Wut der Beschuldigenden nachvollziehen, die Erklärungen waren vermutlich mir gegenüber ähnlich resolut und emotionslos wie in ihrem Ursprung auch, man fühlte sich ja schließlich ungerecht behandelt, ausgebremst und persönlich  mißachtet….
Oh Menschen und ihre persönlichen Befindlichkeiten sind so schwierig.
Ich habe weiterhin mit vielen Menschen das Gespräch gesucht um mir einen Überblick zu verschaffen und schnell wurde mir klar, es geht hier nicht um Recht oder Unrecht. Denn positive Fakten gibt es reichlich. Vieles beruht auf Empfindungen, wie Menschen handeln auffassen. So wie es immer ist. Keiner hat jedoch mal mit den Beschuldigten das Gespräch selbständig gesucht, versucht die Missverständnisse aus der Welt zu räumen!
Nachdem Britta wußte, dass ich mit den Beschuldigten gesprochen hatte wurden unsere Gespräche Elementar anders.
Ja, ich habe auch sehr intensive und konstruktive Gespräche mit den Beschuldigenden (außer Britta ) führen können. (Leider viel zu wenige, wie ich finde) Ich bleibe weiterhin objektiv, schaue mir die unterschiedlichen Standpunkte an und versuche Verständnis auf beiden Seiten zu verbreiten, in dem ich die unterschiedlich möglichen Blickpunkte aufzeigte.
Auch erklärte ich meinen persönlichen Standpunkt zum Thema Kreisverbandsauflösung. Ich halte sie nach wie vor, im Wahlkampf, für absolut Fatal. Die Außenwirkung wäre mehr als unprofessionell. Aber dazu vielleicht zu gegebener Zeit mehr.
Eins hatte ich damit in jedem Fall mit meinen Gesprächen erreicht, ich wurde von min. einem Mitglied der zerstrittenen Parteien gebeten, das Amt des Schatzmeisters zu übernehmen, sollte es zu einer Vorstandswahl kommen.
Ich willigte ein und stand zu meinem Wort und versuche jetzt dieser Aufgabe gerecht zu werden. Meine eigentliche Motivation dieses Amt zu übernehmen, ist jedoch nicht die Schatzmeisterin, das erledigt sich im Schlaf ;-). Jedenfalls, wenn man von Berufs wegen Profi und ehemalige Landesschatzmeisterin NRW ist. Ich habe das Amt übernommen, um dem Bedürfnis nach Kommunikation, Information und Transparenz von und mit dem Vorstand Rechnung zu tragen.
Jetzt geht es weiter mit einer Landesschiedsgerichtsklage (unterstützt von Britta), die an Unsachlichkeit und Unwahrheiten kaum zu überbieten ist. Es hagelt Anschuldigungen per Blogbeiträgen von Ulrics, es wird mir zugetragen Britta habe innerhalb der kommunalen Fraktion sich extrem negativ über die Kreismitgliederversammlung geäußert usw usw.
Ich versuche weiterhin objektiv zu bleiben, schreibe emails an alle Parteien und whatts app Nachrichten, mit der Bitte um ein Telefonat oder eine kurze Stellungnahme zu den Anschuldigungen. Ich erhalte keine Reaktion mehr, weder von Britta nach von den anderen dieser „Gruppe“.
Wieso?
Es ist sogar soweit gekommen, dass Lars, unser frisch gewählter Beisitzer und die anderen beiden Neumitglieder aufgrund dieser Streitereien gleich wieder das Weite gesucht hab. Er ist zurück- und gemeinsam sind sie ausgetreten.

Menschen werden in Blogbeiträgen namentlich genannt und man gefährdet damit auch Ihre berufliche Existenz. Ihr Leben außerhalb der Piraten, was jeder von uns braucht um einfach „Sein“ zu können.

Fortsetzung folgt, vielleicht. Auch wenn ich inständig hoffe, dass es nicht nötig ist!

 

 

Es ist mir eine Herzensangelegenheit….

Am 30.06.2012 wurde ich erstmalig zur Schatzmeisterin des Landesverbandes Nordrhein-Westfalens gewählt. Unfassbar was seit diesem Tag alles passiert ist. Wie sehr die Piraten mein Leben und auch mich verändert haben. Warum ich am 30.08.2014 wieder kandidieren werde und was ich eigentlich viel lieber täte. Und zu guter Letzt, nun als Tradition meine Zusammenfassung der Zusammenarbeit mit meinen LaVo Kollegen während der letzten Amtsperiode.

Was alles seit dem passiert ist:

Kurz vor meiner ersten Wahl ist die Piratenfraktion in den Landtag eingezogen. Ich durfte „hautnah“ miterleben, welche Probleme das für die Partei mit sich gebracht hat und wie schwierig parteiinterne Vernetzung sein kann. Ich möchte Joachim Paul zustimmen der in seinem RTL Sommerinterview gesagt hat, wir verändern die Politik. SEHR SEHR LANGSAM, aber wir verändern etwas. Bringen Menschen zum Nachdenken, setzen Akzente. Auch wenn wir leider hier, viel zu oft und zu laut durch unqualifizierte und unpolitische Dinge aufgefallen sind.

Wir hatten einen harten und langen Bundestagswahlkampf, den wir leider nicht geschlossen gerockt haben. Gerade auf Bundesebene fehlte mir oft der entscheidende „Kick“. Ein RIESEN DANKESCHÖN an dieser Stelle an alle unsere und insbesondere unsere NRW Listenkandidaten, die GEMEINSAM an Ihre Grenzen gegangen sind, um wirklich jede Stimme gekämpft haben und immer wieder mit tollen Ideen begeistern konnten.

Es gab einen zähen Europawahlkampf, mit noch weniger Zusammenhalt und viele Kommunalwahlkämpfe. In jedem Wahlkampf und in jeder Aktion musste ich immer wieder eins beobachten.

Es wird viel lieber ÜBER statt MITEINANDER geredet – Hört auf damit, redet, schreibt euch direkt an oder besser noch telefoniert miteinander

Jeder weiß, was ER/SIE fordern darf – Die wenigsten fragen danach, was sie geben dürfen oder an welcher Ecke Hilfe gebraucht wird

….. ich könnte noch etliche Dinge hier aufführen, beschränke mich jedoch auf die mir am wichtigsten erscheinenden Punkte

Wie sehr die Piraten mein Leben und mich verändert haben:

Ich wechsle aktuell zum zweiten Mal in zwei Jahren meinen Job. Den ersten Wechsel hab ich definitiv meinem LaVo Posten zu verdanken, er war auch von mir initiiert als ich merkte, dass mein Arbeitgeber jeden meiner Schritte auf Facebook und Twitter beobachtete und mit Abmahnungen und Personalgesprächen kommentiert hat.

Wie die Piraten ansonsten mein Leben verändert haben, merke ich oft wenn ich denke das ich mal wieder zu wenig Zeit mit meinen Kindern verbringen kann weil ich zu einem LPT/BPT/Verwaltungstreffen/LaVo-Klausurtagung oder dergleichen hin muss und ich merke es wenn ich aufhöre das Handeln meiner Mitmenschen zu kommentieren, Toleranz lebe und die Menschen geniesse, die um mich herum und diejenigen, die ich bei den Piraten getroffen habe, die meinen Horizont extrem bereichert und erweitert haben.

Ne, das ist nicht alles zu diesem Punkt, aber ich muss ja irgendwann mal fertig werden. Auch hier hab ich nur das Wichtigste genannt.

Warum ich am 30.08.2014 wieder kandieren werde:

Das ist schnell beantwortet; Weil es sonst keiner tut! Warum das mit der Herzensangelegenheit trotzdem mein Ernst ist, möchte ich kurz erklären. Ich bin Steuerfachangestellte und Bilanzbuchhalterin, Ja ich mach den Kram mit den Zahlen auch beruflich. Hmm, wie finde ich jetzt die richtigen Worte um zu sagen, dass die Piratenpartei mir mit Ihrem Grundsatzprogramm sehr ans Herz gewachsen ist. Ich mich quasi vom ersten Tag in diese Partei „verliebt“ habe. Die Piratenpartei ist für unsere Demokratie so wichtig, wie für den Fisch das Wasser ( nautische Metaphern und so.. ja ich geb dafür gern 5€ ins Phrasenschwein ), sie weiß es oft genug nur nicht.

Verzettelt sich in Orga- und Verwaltungsfoo… JA, Verwaltungsfoo. Dieser langweilige Kram, wie so viele finden, der diese Partei am Leben erhält. Habt Ihr eigentliche eine Ahnung wie viel Zeit dadurch verschlungen wird diesen unglaublichen GROSSEN und arbeitsintensiven Verwaltungsapparat in Bewegung zu halten? Zeit von wirklich intelligenten Köpfen, Menschen die mit verdammt viel Herzblut jeden Tag etliche Stunden, Nächte, ja manchmal sogar Ihr gesamtes Privatleben oder Ihre Existenz opfern um diesen scheiß langweiligen Verwaltungskram zu machen? EHRENAMTLER!! Alle gekommen um Politik zu machen, genauso wie ich. Alle gekommen um die Welt zu retten oder sie zumindest ein kleines bisschen besser zu machen, genauso wie ich! Aus diesem Grund bin ich Schatzmeisterin, weil es verdammt wichtig ist, dass dieser Job gut und richtig gemacht wird.

Ich arbeite daran, Päckchen zu packen. Individuelle Päckchen und jeder der mithilft entscheidet wie groß es sein darf. Wenn das Boot ein Loch hat zählt jeder Eimer der geschöpft und gelehrt wird. Jede Email die beantwortet wird, jedes Ticket, jede Buchung, jede Zahlung und ja auch jedes Lächeln und nette Wort was wir einander respektvoll entgegen bringen.

Ihr möchtet uns helfen, wisst aber nicht wie viel Zeit Ihr erübrigen könnt? Völlig egal, macht so viel ihr wollt und könnt. Es gibt Bereiche, in die man schnell eingearbeitet ist und je nach Zeit und Lust helfen kann und darf. Sprecht uns einfach an.

Ihr wollt trotzdem weiterhin im Landesverband nicht aktiv werden, weil Ihr anderswo bereits schon zu viel leistet oder Ihr Euch einfach nicht traut oder keinen Bock habt? Bei uns KANN man mitmachen, von muss hab ich noch nirgendwo gelesen. (Irgendwie erinnert mich das jetzt ein kleines bisschen an unser viel diskutiertes BGE :D) Ehrlich?? Find ich absolut in Ordnung, dafür muss sich niemand entschuldigen oder rechtfertigen. Ich hab aber trotzdem eine klitzekleine Bitte an Euch, ja genau an Euch. Bitte geht respektvoll mit unseren Aktiven um, hört auf sie egal aus welchem „guten“ Grund zu beleidigen oder gar ihnen Fristen zu setzen. Denn sie machen diesen Job absolut freiwillig ohne dafür auch nur jemals einen Cent zu bekommen. Manchmal, aber leider viel zu selten, gibt es dafür ein Dankeschön. Zu oft wird es vergessen, ja ich weiß wir sind alle nur Menschen, vergessen vieles und machen Fehler. Aber wenn wir wirklich wollen, dass diese Partei ein Erfolg wird dann müssen wir endlich aufhören uns gegenseitig vors Schienenbein zu treten. Die meisten von Ihnen haben „NEBENBEI“ auch noch ihren regulären Job zu erledigen, den sie zum Überleben brauchen.

Ja, ich weiß es ist beschissen für einen Kreisverband, wenn er nicht verstehen kann wie viel Geld ihm zu Verfügung steht. Doch statt dem Schatzmeisterteam mit (Straf!)Anzeigen zu drohen und Fristen zu setzen, solltet ihr drüber nachdenken warum es so ist wie es ist und was ihr vielleicht dazu beitragen könnt das Problem zu beheben. Fragen wie z.B. „kann ich irgendwie helfen“ erleichtern oft die Kommunikation. Hilfe ist nicht immer möglich oder notwendig. Weil manche Dinge immer noch nur von einigen wenigen erledigt werden können. Manchmal haben diese Menschen von denen Ihr LEISTUNG erwartet einen Beruf zu erledigen, eine Krankheit zu überstehen, ein Kind zu gebären oder eine persönliche Lebenskrise zu bewältigen. Selten sogar mehrere Dinge gleichzeitig. Wir sind die Partei, die sich RESPEKT, VIELFALT UND TOLERANZ auf die Fahne geschrieben hat. FANGT AN sie zu leben.

Das mit den Päckchen habe ich angefangen, ich habe ein Schatzmeisterteam gegründet, das zurecht als GRANDIOS beschriebene FAT (FinanceAwarenessTeam). Für das GRANDIOS kann ich nichts, ich hatte Glück das so viele fähige und zugleich arbeitswillige Piraten da waren um mir zu helfen. Denn ich stand vor einem Problem, die Entbindung unseres 4. Kindes stand kurz bevor und der neu gewählte LaVo hatte gerade beschlossen, dass die frisch eingearbeitete Verwaltungsangestellte ab sofort ausschließlich für die Verwaltung arbeiten sollte und nicht wie besprochen 50% Verwaltung und 50% Schatzmeisterei.

Das Team wurde gegründet, alle die wollten durften helfen und sie halfen tatkräftig. Schnellstmöglich wurden Zugänge eingerichtet, Prozesse aus dem Nichts gestampft und uralt Lasten abgearbeitet. Gelder aus Parteienfinanzierung wurden aufgeteilt, Kontostände ermittelt, der Landesverband informiert, HOWTOs ins Wiki geschrieben, Formulare gebastelt… ich könnte diese Liste endlos weiterführen. Hinzu kam auch noch die täglich mehr werdende Arbeit aufgrund der vielen Wahlkämpfe. All die großartigen Wahlkampfhelfer wollten und sollten Ihre Vorauslagen erstattet bekommen. Ich musste zum Wohle meiner Familie kürzer treten. Kümmerte mich fast ausschließlich um den Rechenschaftsbericht 2012, der trotzdem noch etliche Nachtschichten erforderte.

Mein Team arbeitete grandios, ob bei mir zu Hause, im Satelliten in Krefeld oder im Wahlkreisbüro in Neuss. Wir schafften es die Spendenbescheinigungen raus zu hauen, wenn auch nicht so schnell wie wir gewollt hätten und wir haben das mit dem Budgetplan geschafft (*zwinker* in Richtung Solsken) und wir haben einen total bescheuert SÄA überlebt. In den letzten Monaten war es mir nicht möglich so für mein Team da zu sein, wie ich es gewollt oder gesollt hätte. Dennoch haben sie tapfer weiter geschafft. Obwohl meine LaVo Kollegen (Namen folgen später), es Ihnen nicht immer leicht gemacht haben und das ist geschmeichelt. Wieso soll sich der „Rest“ des Landesverbandes an unsere Prozesse halten, wenn es noch nicht mal meine Vorstandskollegen tun.

Was ich lieber täte:

Hierzu fallen mir wirklich $Dinge ein, ich könnte mir vorstellen zum politischen Geschäftsführer zu kandidieren. Ich habe so viele Ideen zur internen Vernetzung etc… Ideen für Aktionen, die uns positive Aufmerksamkeit schenken könnten etc. Nein, ich gehe jetzt nicht ins Detail, ich mach erstmal weiter das mit der Schatzmeisterei und wenn dort die Prozesse stabil sind und die Arbeitslast erträglich für alle, dann denke ich über neue Aufgaben und Ziele nach. Den 1. macht man erstmal Dinge zu Ende die man angefangen hat und 2. Funktioniert ohne Verwaltungsapparat diese Partei nicht.

Die Zusammenarbeit mit meinen Kollegen:

Wir hatten keinen guten Start aus meiner Sicht, ich war hochschwanger und direkt nach der Wahl wurde die gerade eingearbeitete Verwaltungskraft aus der Schatzmeisterei abgezogen. Ein kluger Mensch hat mir geraten, such Dir Hilfe, gründe ein Team. So ist das Schatzi-Team entstanden.

Vom ersten Tag an allerdings wurde ich von meinen neuen Kollegen mit Fragen bombardiert. Ich mein damit nicht alle meine Kollegen, aber insbesondere Sasa und Pakki hatten eine sehr genaue Vorstellung davon was sie bis zu welchem Zeitpunkt von mir wissen wollten. Wovon viele meiner Kollegen keine Ahnung haben ist, wie zeit- und kräfteraubend es ist, wenn man von überfälligen Zahlungen erst erfährt wenn man böse Anrufe oder Mahnungen erhält und das nicht weil, das Postfach überläuft sondern weil Unterlagen / Verträge / Rechnungen etc. einfach nicht weitergeleitet werden und das nicht nur einmal. NEIN!11!!elf zumindest gefühlt IMMER!

Jedes Mal wenn Pakki ein Stück Papier bekommt, was in die Schatzmeisterei gehört und irgendetwas bezahlt werden muss, kann man davon ausgehen dass es etwas länger dauert. Er hat genaue Anweisungen vom Schatzmeisterteam und mir erhalten, wie er mit Unterlagen verfahren soll. Aber er macht es einfach nicht. Wieso???? Ich möchte dazu sagen, dass ich Pakki sehr sehr gerne mag als Mensch und Freund. Seine Lebenspartnerin ist mir eine gute Freundin geworden und die Patentante unseres jüngsten Sohnes. Pakki ist ein sehr liebenswerter Mensch mit einem guten Herzen. So habe ich Ihn kennengelernt und ich wünsche mir sehr, dass unsere Freundschaft stark und dauerhaft ist. Er hat uns gut auf seine Art durch ein rasantes und sehr langes LaVo Jahr geführt. Ich hätte mir mehr Polarisierung und Impulse gewünscht, dass kann ja in der nächsten Amtszeit noch werden.

Mit Jens verbindet mich ebenfalls inzwischen mehr als nur unsere gemeinsame LaVo Zeit. Es hat sich eine große Freundschaft entwickelt und ich freue mich sehr darüber, dass er der Patenonkel meines jüngsten Sohnes geworden ist. An Jens schätze ich sehr, dass wir auf politischer Ebene uns extrem streiten können ( ich sag nur SÄA ) und dass auf privater Ebene keine Rolle spielt. Ich finde damit geben wir ein extrem gutes Vorbild ab, denn wir sollten alle in der Lage sein unsere politischen Aktivitäten von unseren persönlichen Befindlichkeiten zu trennen. Ich kann Menschen wählen, die ich absolut nicht leiden kann weil ich von Ihrer Qualifikation überzeugt bin. Auch das wünsche ich mir von ALLEN. Sympathie sollte nicht der Grund sein, warum wir jemanden wählen. Jens hat sich sehr auf die Strukturreform gestürzt, viel Arbeit in Aktionen, Demos etc gesteckt. Ich wünsche mir von unserem zukünftigen PolGF noch mehr sichtbare Vernetzung, Vermittlung von Fähigkeiten und Wissen und die Vermittlung der internen Arbeitsprozesse an den Vorstand und den gesamten Landesverband.

Maja hat einen grandiosen Job gemacht. Wir kennen uns kaum, dass ist aber auch nicht wichtig wie ich finde. Sie ist auch die einzige die auf meine persönlichen Befindlichkeiten nicht eingeht, wenn ich darum bitte LaVo Klausuren bei mir zu Hause zu machen oder in meine Nähe zu verlegen wg meiner Kinder. BITTE nicht falsch verstehen, ich mag es sehr an Dir das Du zu Deiner Meinung stehst. Du willst nicht gefallen, sondern Du machst Deinen Job und tust Dinge von denen Du überzeugt bist egal was andere davon halten. Manch anderen im aktuellen LaVo würde ich eher als Fähnchen im Wind bezeichnen, da dies aber sehr subjektive Eindrücke sind würde ich da niemals Namen zu nennen. Bei Maja hingegen kann ich sagen, dass sie sich bravourös entwickelt hat und konstant eine fleißige Biene (verzeih mir das Wortspiel bitte, ich konnte nicht widerstehen) war. Sie hat vieles von dem abgefangen, was ich in meiner letzten Amtszeit noch nebenher erledigt habe. VIELEN DANK dafür und BITTE weiter so. BLEIB dem LAVO noch lange erhalten bitte.

Sasa hat sich als Beisitzerin wählen lassen und sich dabei Ihre Definition eines Beisitzers selbst gestrickt. ( Sorry Sasa, wir haben darüber oft gesprochen, ich bin an dem Punkt total konservativ ), du hast mehr den Posten eines 2.Vorsitzenden ausgeübt als dem eines Beisitzers weil Du es Dir so gewünscht hast und der restliche LaVo (außer mir) damit einverstanden war. Ansonsten hast du viele Aufgaben im letzten Jahr übernommen, leider waren das oft keine Aufgaben innerhalb des LaVo’s. Die hast du eher Halbherzig (subjektiver Eindruck) übernommen. Sie war extrem viel unterwegs und privat ging es Ihr leider nicht so gut. Was ich an Sasa trotzdem sehr schätze ist, dass auch sie zur Ihrer Meinung steht. Toleranz gegenüber anderen Meinungen und persönliche Befindlichkeiten kann sie nicht immer außen vor lassen. Sie hat jedoch ein sehr großes Herz, reißt sich zu oft den Hintern für andere auf und vergisst dabei sich selber.

Christian sehr ruhig, wie ich ihn schon vor seiner Amtszeit kennengelernt habe, sehr souverän und ebenfalls zu seiner Meinung stehend und auch so abstimmend. Ich habe seine Meinung immer sehr geschätzt, weil er gute Argumente bringen konnte und sich nicht beeinflussen lässt. Einzig und allein die Aussage von Wutze auf Twitter über das geplante Implodieren des LaVo’s für einen Tag nach der Bundestagswahl hat mich extrem irritiert. Aber seht selbst http://n.twitlonger.com/show/n_1s2rnpp

Daniel Neumann aka Danielsan, ein Hammer was er in diesem Jahr LaVo geleistet hat und wie extrem er sich verbessert hat. Bravourös hat er sich um alle Landesschiedsgerichtsanfragen gekümmert die an den LaVo herangetragen wurden, zuverlässig und extrem engagiert. Chapeau und vielen Dank Daniel dafür. Bitte mach weiter so, wenn Du magst und kannst. Ich würde mich riesig darüber freuen, ein weiteres Jahr mit Dir LaVo sein zu dürfen.

Carsten hat uns vorzeitig verlassen, aufgrund von privaten Problemen. An der Stelle kann ich einfach nur nochmal ein fettes DANKESCHÖN schicken für alles was er im LaVo geleistet hat und vielleicht sieht man sich ja mal wieder?!

Ali hat uns ebenfalls aus privaten Gründen vorzeitig verlassen. Leider nicht die, die er zuletzt öffentlich angegeben als er für den BuVo kandidiert hat. Ali und ich konnten in Halle darüber sprechen, er konnte mich leider nicht überzeugen. Konkret hab ich Ihn gefragt, warum er die Aufgaben die er im LaVo übernommen hat nicht ausgeführt hat. Als Antwort kam, weil der der Rest LaVo der zu großen Teilen ja ebenfalls frisch im Amt war ihn nicht ordentlich eingearbeitet / eingewiesen hat?!

Claudia, sie möchte leider nicht erneut zum Gensec kandidieren, weil… Ja warum eigentlich genau, hab ich ehrlich noch nicht wirklich verstanden. Ich fürchte es ist irgendetwas mit persönlichen Befindlichkeiten. Ich für meinen Teil kann sagen, dass ich meine LaVo Kollegen an Ihren Aufgaben, Zielen und dem was sie erreicht haben bewerten möchte. Claudia hat in der Verwaltung viel liegen gebliebenes mit Ihrem Team aufzuarbeiten. Es wurden Pläne bezüglich des Verwaltungsportals geschmiedet und $Dinge auf den Weg gebracht. Bewerten kann ich das alles noch nicht, dazu war die Zeit zu kurz seit Ihrer Wahl. Ohnehin stehen die Ergebnisse noch aus und ich möchte betonen, dass das ist keine Kritik ist, denn diese Dinge dauern einfach. Ich persönlich habe oft den Draht zu Claudia gesucht um professionell miteinander arbeiten zu können. Es gibt viel was ich persönlich nicht an Claudia mag, aber meine persönlichen Befindlichkeiten spielen im LaVo einfach keine Rolle. Ich arbeite mit Ihr zusammen und mein Team hat sich perfekt mit Ihrem ergänzt. Eine große Stütze war das Verwaltungsteam, als es um die Zahlungserinnerungstickets ging.

Daniel Rasokat aka Stahlrabe, ein Mitglied des Schatziteams und ein Wirbelwind in seinem Aufgabenbereich. Er versucht verbissen und extrem fleißig eine Landesgeschäftsstelle zu finden und kümmert sich ansonsten sehr zuverlässig um alles Aufgaben die er übernommen hat. Ebenfalls kann er gut zu seiner Meinung stehen und weiß zu argumentieren. Perfekt, gerne mehr dazu.

 

P.S.: Ich wünsche mir, dass alle meine Kollegen eine ähnliche Form der Beurteilung schreiben, denn so bekommen viele Mitglieder einen besseren Eindruck über unsere Arbeit.

Warum ich gegen BlockaDo gestimmt habe oder auch die Antwort auf Birgit Rydlewski’s Fassungslosigkeit

http://birgit-rydlewski.de/2014/04/11/fassungslos/

 

Hallo Birgit,
ich für meinen Teil bedaure es in erster Linie, dass Du nicht in die LaVo Sitzung gekommen bist um mit uns über den Antrag zu diskutieren, statt dessen hast Du den Weg zum kommissarischen BuVo gewählt (dürfen die so etwas überhaupt entscheiden?, aber anderes Thema)  Zum inneren Frieden unserer Partei hast Du damit nicht maßgeblich beigetragen, wie ich finde.

Meine Meinung ist an dieser Stelle, ich bin Mitglied einer Bürgerrechtspartei und ja absolut gegen Rechts, gegen Nazis und ich könnte bei einer Gegendemo ausrasten, wenn ich diesem widerlichen Pack gegenüber stehe.  Ich habe Zeitungsartikel aus Dresden gelesen, wo junge Menschen in ihrer Wohnung bedroht wurden. Ich habe geweint, dass Menschen so sein können.
ABER ich setze mich eben auch für unsere Bürgerrechte ein und ja JEDER Mensch hat an dieser Stelle die gleichen Rechte. Ein Nazi darf genauso demonstrieren wie ein Linker oder ein Obdachloser oder ein Unternehmer. Ich glaube an unsere Rechte und ich werde mich nicht für eine Aktion aussprechen, die sich ganz klar gegen eins dieser Bürgerrechte richtet!

Für mich geht das gegen meine Grundsätze und darum habe ich gegen den Antrag gestimmt. Ich finde aber das es unbedingt eine Gegendemo geben muss, dass ist enorm wichtig. #keinfussbreit ist für mich keine hohle Phrase und im Rahmen meiner Möglichkeiten unterstütze ich gern Aktionen dieser Art sofern es denn erwünscht ist.

Viele Grüße

Stephy Nöther

 

„Entschuldigt das Chaos“ oder auch „das Pfand ist eine Spende“

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Um diese Bilder zu schießen bin ich heute Abend in unseren LV Satelliten gefahren. Ihr fragt Euch warum? Der Grund war ein Tweet, mal wieder ein Tweet, mal wieder ein Tweet der anprangerte mit Worten wie…. mir wurde zugetragen… und jemand hat sich nicht an die Hausordnung gehalten….
Wie kam es dazu und wer hat sich hier angeblich nicht an die Hausordnung gehalten?
Am letzten Samstag traf sich das Financeawarenessteam im Krefelder LV Satelliten um neue Teammitglieder zu integrieren, zur Aufgabenverteilung und um bestehende Prozesse zu überdenken und zu verbessern. Im FAT sitzen einige der aktivsten und fleißigsten Piraten im ganzen LV und sogar darüber hinaus. 😉
Nach mehr als 5Std. konstruktiver Piratenarbeit, zügiger Aufbruch. Meldung aus meinem zu Hause, den beiden Jüngsten geht es nicht gut. Dann geht alles ganz schnell, alle packen mit an. Die mitgebrachte Hardware wird wieder in mein Auto gepackt, Tassen und Gläser gespült und Türen verschlossen, die Jalousie herabgelassen.
Ein Team was mit mir hart an der Belastungsgrenze und manchmal auch darüber hinaus arbeitet hat 3 Pfandflaschen und 2 ungespülte Tassen hinterlassen. Grund genug für manche als bald öffentlich darüber herzufallen mit den Worten, da hat sich jemand nicht an die Hausordnung gehalten…..
So sind sie, die Krefelder Piraten. Das betrübt mich ein wenig, denn es sind die Piraten, die mich in den LV geschickt haben, die gesagt haben…. „Die brauchen da jemanden der Ahnung von Finanzen hat, wir haben großes Vertrauen in Dich.“
Ich wünsche mir einfach , dass wir öfter auch mal laut sagen wenn uns etwas gefällt und öfter leise darüber nachdenken ob wir jemanden öffentlich anprangern.

So und nun gehe ich heute mal früh schlafen, denn in den letzten Tagen hab ich immer bis 01:00 oder 02:00 für den Rechenschaftsbericht gearbeitet. Gute Nacht

Die Email die mir vor Rührung ein paar Tränen entlockte – DANKE an einen Kritiker

Hallo liebe Stephy,mein Sohn(13) ist in meinen Armen eingeschlafen, aber ich will diese Mail unbedingt heute noch abschicken. Tipp ich eben ein-einhalb-händig.Deinen Blog habe ich gelesen und sitze hier etwas bedröppelt da und schäme mich. Dafür, Dich etwa 100 mal verflucht zu haben aber auch dafür, Dir x mal auf den Fuss getreten zu sein.

Nach aussen ist der Schatzi für alles mögliche und unmögliche verantwortlich und da bei mir etliches schief lief, hab ich erst mal im Kreis, dann ausserhalb nachgefragt, was man tun kann, und immer nur als Antwort erhalten: Du musst Deinen Schatzi in den Hintern treten.

Bis dann zwei Leute, nein eigentlich drei, mich mal etwas aufgeklärt haben.

Der @xpac hat mir mal den Kopf zurechtgerückt und dabei auch etwas über die Struktur und Aufgabenverteilung im LaVo erzählt.

@AliCologne gab mir den Tipp, den Pakki anzusprechen. Und Pakki mag nicht das grosse Führungs- und Managementtalent sein, aber er steht hinter Dir und hat mir dann auch im persönlichen Gespräch im Zakk auf der Wahlparty gesagt, dass er keine bessere Schatzmeisterin im LaVo haben könnte. Hat mich schon beeindruckt, wie er zu einigen Leuten steht.

Und wie ich so Deinen Blog lese, da fügen sich plötzlich viele Puzzleteile zusammen und mir wird klar: Ich bin ein Esel. Nicht, dass mir das neu ist, aber ich sitze hier und weiss, dass ich einer sehr engagierten Frau Unrecht getan habe und bitte Dich ganz aufrichtig um Entschuldigung.

Das tolle ist, gestern hab ich mal kurz Sasa angerufen – so ca. 3 Stunden – und mit ihr ein paar Themen besprochen, in denen es mir unter anderem darum ging, dass ich als Redakteur der Flaschenpost den „Lokalteil“ mit Leben füllen möchte. Über PRISM, die BTW13 und die Europiraten schreiben schon genug Leute, ich will aber mal belichten und berichten, wie in NRW Fraktion und LaVo arbeiten. Sasa war schlicht entzückt, denn es korreliert mit ihrer veränderten Aufgabenstellung und ich will zusehen, dass ich den einen oder anderen Piraten erreichen kann, um denen auch mal ein Bild zu vermitteln, was diese Menschen leisten.

Die Basis guckt gerne nach oben, ist sich schnell einig, dass alles, was schief läuft, die da oben Schuld sind. Da mag 1% Wahrheit dran sein, aber Dein Blog zeigt genau das Menschenbild, für das Piraten einstehen. Menschen, die nie perfekt sind, denen auch mal was daneben geht und die daraus lernen. Deswegen bin ich strikt gegen dieses schnelle Absetzen/Nichtwiederwählen von den Leistungsträgern. So wird es nie was mit einer sich entwickelnden Organsiation bzw. Partei.

Meine Stimme hast Du.

Ganz liebe Grüsse an eine engagierte Schatzmeisterin und sehr sympathische Piratin – Bernd

LaVo bei den Piraten NRW …. Arbeit, Schweiß, Tränen, Frust u. Enttäuschung – aber auch viel Anerkennung, Dankbarkeit und Respekt

Am 30.06.2012 wurde ich zum Landesschatzmeister der Piratenpartei NRW gewählt, ich kann gar nicht sagen wie stolz ich über soviel Vertrauen und Vorschusslorbeeren war. Die Piratenpartei brauchte dringend einen qualifizierten und engagierten Schatzmeister so hatte man mir gesagt und wie ich Euch damals sagte mache ich diesen Job mit meinem ganzen Herzen.

Damals ahnte ich noch nicht, wie sehr diese Wahl mein Leben verändern würde…. Keine Sorge, an dieser Stelle kommt jetzt nichts von Reue oder dergleichen. Es war ein wundervolles und sehr aufregendes Jahr, aber es war auch geprägt durch sehr sehr viel Arbeit, Schweiß, Tränen, Frust u. Enttäuschung. Zum Glück auch sehr viel Anerkennung, Dankbarkeit und Respekt.

Arbeit, war klar.. viel Arbeit war auch klar, aber das ganze Ausmaß des Chaos u. der enormen Verwaltungsstrukturen (wie bekomme ich wo meinen Zugang zur Software und bitte keine Schreibfehler machen, sonst wartet man ne Woche länger) und des Arbeitsaufwandes des Schatzmeisters der Piratenpartei NRW wurde mir erst im Laufe der Zeit bewußt.

So viel hatte ich mir vorgenommen… So viel hatte ich erwartet, von mir, von der Partei aber und vor allem auch von meinen Vorstandskollegen.

Es gibt einen Punkt, der ist mir im Laufe der ersten Wochen meiner Amtszeit erst bewußt geworden, dass ich nicht nur der Schatzmeister bin sondern ich hatte auch 1/9 Stimmanteil des LaVos NRW in dem ständig viele Aufgaben anfielen und wo trotz 9 Vorstandsmitgliedern immer zu wenig Leute da waren.

Ich sehe es als unkritisch, wenn jemand in seinem bezahlten Arbeitsleben mal etwas mehr anpacken muss und daher Kollegen bittet seine Arbeit zu übernehmen. Ich sehe es auch nicht kritisch, wenn jemand krank ist oder wenig Zeit hat und deshalb wenig Aufgaben übernimmt.

Was ich aber so gar nicht leiden kann, ist wenn jemand eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe übernimmt in einem sehr verantwortungsvollem Posten und dann aufgrund privater Probleme oder krankheitsbedingt diese zu erledigenden Aufgaben nicht an seine Kollegen übergibt. Ich halte es für unverantwortlich und fahrlässig niemanden hinzuzuziehen der einem hilft und niemandem zu sagen, dass man derzeit diverse Aufgaben nicht erledigen kann damit sie ein anderer übernehmen kann.

Warum schreibe ich das alles? Ich  muss sagen, diese Zeilen fallen mir nicht leicht. Sie klingen nach Abrechnung, nach bashen gegen Vorstandskollegen, mir ist aber wichtig zu sagen das es eben genau das nicht ist. Für mich ist das ein großes Stück der Transparenz die ich von einem Vorstand fordern würde, ein großes Stück der Transparenz die ich bereits beim letzten Vorstand vermißt habe als man nicht reagiert hat als die Schatzmeisterei ausfiel. Ja, ich möchte nicht unerwähnt lassen, dass es da einen Kreisschatzmeister aus Bochum gibt, der alles Gegeben hat um diese Lücke zu füllen. Dennoch hätte man handeln müssen bzw transparenter mit dieser Situation umgehen müssen. Denn es war ja für den armen Lukas so unmöglich alles aufzuarbeiten, was nicht an ihm lag und außerdem wußten nur wenige Eingeweihte wer da wirklich den Job tat.

Wie sollt Ihr wählen oder Euch für ein Amt bewerben, wenn Ihr weder wißt ob dieses Vorstandsmitglied einen guten Job gemacht hat, noch welche Aufgaben dieses LaVo Mitglied übernommen hat. Während dieser Überlegungen ist mir bewußt geworden, dass ich darüber sprechen muss, ja es quasi als meine Pflicht ansehe. Ich werde nun ein offenes u. ehrliches Zeugnis aus meiner Sicht darüber ablegen was ich von der Arbeit des vergangenen Vorstands halte.

Ich beginne der Reihe nach:

1. Vorsitzender Sven Sladek – derFizz (bis zur Wahl für mich unbekannt)…

…hat wenig Zeit angekündigt bereits zur Wahl, hat immer klar gesagt welche Aufgaben er übernimmt und wann es ihm schlecht ging und er ausfiel und welche Aufgaben dann übernommen werden mußten. Zu meiner Überraschung hat er nicht wirklich gewußt worauf er sich einläßt denke ich und was die Aufgaben eines Vorsitzenden so sind und was sehr sehr wichtig ist. Wie sich dein privates und berufliches Umfeld plötzlich verändert wenn du Teil des Landesvorstandes der Piratenpartei NRW bist. (aber woher sollte man das auch wissen, es hat ja keiner drüber gesprochen). Mein persönliches Voting; es war ein angenehmes Miteinander und er war immer erreichbar für mich und den Rest des Vorstandes, ich habe immer gewußt was ich von ihm erwarten kann und wenn ich Hilfe brauchte und er konnte war er da. Hier die Aufgabenbeschreibung die ich im wiki zu seiner Position fand: http://wiki.piratenpartei.de/Aufgabenverteilung_im_Vorstand#Vorsitzender

2. Stellvertretender Vorsitz Christina Herlitschka – suddengrey (bis zur Wahl für mich unbekannt)…

… hat immer klar kommuniziert was sie macht u. wann sie Zeit hat und wann sie wg Ihres Studiums, d.h. Arbeit an ihrem Diplom etc. weniger Aufgaben übernehmen kann. Sie hat mehr Zeit geopfert, als sie zur Wahl angekündigt hat. Sie hat mehr Dinge erledigt und übernommen, als die für die Ihr sie gewählt habt und sie hat es immer für Euch für die Basis getan mit ganzem Herzen. Ich bedaure Ihre Entscheidung sehr, dass sie
sich nicht erneut zur Wahl stellt, denn sie wäre meiner Meinung nach die beste Besetzung
dafür. Aber ich verstehe u. respektiere Ihre Entscheidung sehr. Ihr merkt schon, bei Chrissie fällt es mir schwer auf der sachlichen Ebene zu bleiben, darum möchte ich Euch auch nicht verschweigen, dass sie mir eine gute Freundin geworden ist. Deren Kontakt ich nicht mehr missen möchte und sie ist die Patentante meiner Tochter. Hier Ihre Aufgabenbeschreibung im wiki: http://wiki.piratenpartei.de/Aufgabenverteilung_im_Vorstand#Stellvertretender_Vorsitzender

3. Stellvertretender Vorsitzender Ralf Glörfeld (bis zur Wahl für mich unbekannt)…

…. hat ebenfalls klar gesagt, dass er sehr wenig Zeit hat und nur sehr begrenzt Aufgaben übernehmen kann. Diese hat er nach meinem Kenntnisstand immer erledigt. Wir hatten nicht viele Berührungspunkte. Ich empfand ihn immer als sehr ehrlich, klar u. fair. Seine Aufgabenbeschreibung ist die gleiche wie bei Chrissie.

4. Generalsekretär Carsten Trojahn (ihn kannte ich bereits telefonisch wg meiner Probleme Mitglied zu werden… kennt ihr oder?)….

….Nach kurzer und für mich auch verständlicher Skepsis bezüglicher meiner Wahl und zu meiner Person (schließlich kannte mich ja keiner), hat er mich in viele wichtige Dinge eingewiesen und mir Dinge erklärt. Er lud mich zum Drachenbootteam ein u. hat mit mir die Formalitäten bei der Sparkasse Mülheim geklärt. Erzählte mir von meinen Vorgängern und vom Finanzteam aus der letzten Amtszeit (sitzt heute im Landtag) etc. Bis zu einem persönlichen und sehr privatem Ereignis hatte ich mit Carsten keine wirklichen Probleme. Doch plötzlich brach er weg, verabschiedete sich bei uns für ungewisse Zeit er hätte private Probleme (uns gegenüber hat er sie offen kommuniziert, das soll aber hier nicht mein Part sein und tut meiner Meinung nach auch überhaupt nichts zur Sache).

Kein Problem dachten wir uns, so in wenigen Wochen 1-2 dachte ich, 2-3 dachten andere wird er wieder ganz der Alte sein. Dachten wir uns, aber da lagen wir leider komplett daneben. Es tut mir leid, dass ich das an dieser Stelle so hart formulieren muss. Aber ab diesem Zeitpunkt ist er seiner Verantwortung wenig bis gar nicht mehr nach gekommen. Er hat es aber nicht so gehalten wie andere Kollegen. Er hat nicht seine Aufgaben verteilt und er hat auch nicht nach Verstärkung gesucht, sondern er hat immer nur gesagt er kümmert sich und hat es sehr spät bis gar nicht geschafft seine Aufgaben zu erledigen. Die Mitgliederverwaltung wird derzeit komplett von Claudia Hagenschulte und Jörg Franke geführt, soweit es ihnen möglich ist. Denn zu einigen Dingen haben sie leider keinen Zugriff.

Auch andere Vorstandskollegen, die Carsten unterstützen und entlasten wollten haben keinen Zugriff erhalten und sind immer wieder vertröstet worden. Ich kümmer mich, ich mach das schon hat er dann gesagt. Genau so klar und hart, wie ich es heute sage, habe ich es ihm damals auch gesagt. Man kann eine derartige Verantwortung nicht einfach aussetzen wg irgendwelcher Probleme. Man muss andere unterstützen lassen und die Verantwortung zumindest in Teilen für eine gewisse Zeit eben abgeben. Ja, ich weiß.. das ist nicht leicht, aber das ist eine Anforderung die ich an ein Vorstandsmitglied stelle. Das ist aber wie gesagt, nur meine persönliche Meinung.

Hier ist seine Aufgabenbeschreibung aus dem wiki: http://wiki.piratenpartei.de/Aufgabenverteilung_im_Vorstand#Generalsekret.C3.A4r und ich finde er hat leider einen ganz entscheidenden Teil nicht erfüllt, dieser wäre.. …Verantwortlich für den Aufbau einer von ihm unabhängigen Organisationsstruktur wie unser Verwaltungsportal zur Verwaltung der Mitglieder.

Ja er hat viel getan in den letzten Jahren, dass habe ich von vielen gehört und die Piratenpartei NRW hat ihm sehr sehr viel zu verdanken, das möchte ich an dieser Stelle auch gesagt haben. Aber es ist wichtig, das die Organisationsstruktur zur Verwaltung der Mitglieder vom Posten des Generalsekretärs unabhängig ist und das sehe ich leider gar nicht.

5. Politischer Geschäftsführer Klaus Hammer (kannte ich ebenfalls vor der Wahl gar nicht)…..

….. er hat einiges begonnen auch manch gute Dinge, leider nicht so Transparent und übersichtlich wie ich mir das vorstellen würde, denn vieles von seiner Arbeit habe ich erst nach seiner Amtsenthebung von anderen Mitgliedern erfahren. Ich persönlich war sehr enttäuscht über seinen Alleingang beim #Hammergate und sein Vorstandsgebashe im Nachhinein. Hier seine Aufgabenbeschreibung im wiki: http://wiki.piratenpartei.de/Aufgabenverteilung_im_Vorstand#Politischer_Gesch.C3.A4ftsf.C3.BChrer

6. Beisitzer Alexander Reintzsch (ihn kannte ich von der KMV in Krefeld, als er bei der KV Gründung)….

… er hat sehr sehr sehr sehr viele Dinge getan und das mit ganzem Herzen und aus tiefster Überzeugung. Er hat alles gegeben. Die meisten davon hat er auch sehr sehr gut erledigt und ich bedaure seine Entscheidung zu tiefst! Leider hat er oft auch zu viel Verantwortung übernommen, was sicherlich auch der Tatsache geschuldet ist, dass es niemanden sonst gab der diese Dinge übernehmen konnte bzw wollte. In der Zeit, als wir die meiste Arbeit hatten (#avpampa) und auch die meisten Fehler gemacht haben, waren wir 4 aktive Vorstandsmitglieder.

7. Beisitzer Daniel Neumann (ihn kannte ich vor der Wahl auch nicht)…..

….habe ihn aber als lieben, aufrichtigen und ruhigen Menschen kennengelernt. Der nichts versprochen hat, was er nicht am Ende auch gehalten hätte. Hat sich insbesondere in den letzten Monaten zu einem Experten in Konfliktfällen entwickelt.

8. Beisitzer Jörg Franke (kannte ich vor der Wahl noch nicht)…

….habe aber im Laufe der Zeit festgestellt, dass er zwar sehr ruhig ist aber wenn er etwas zu sagen hat ist verdammt viel Inhalt drin. Viel Gutes und Pragmatisches, das schätze ich sehr. Er ist immer da, wenn man ihn brauch und weiß genau wie viele Aufgaben er übernehmen kann und ab wann es ihm einfach zu viel wird. Er braucht Ruhe für seine Arbeit in der Verwaltung der Piratenpartei, darum sagt er möchte er nicht mehr LaVo sein, was ich sehr bedaure aber respektiere. Auch ihn möchte ich in meinem Freundeskreis nicht mehr missen, wir haben viele Stunden uns gemeinsam den Arsch aufgerissen und selten habe ich mit Menschen zusammengearbeitet die derart strukturiert sind. Zum Glück möchte er der Partei als Unterstützer der Verwaltung erhalten bleiben, das beruhigt mich sehr!

Abschließend möchte ich sagen, dass es für mich ein sehr interessantes, lehrreiches und aufregendes Jahr war. Das ich nicht missen möchte und JA ich werde mich erneut zur Wahl stellen, denn es gibt nach wie vor viel zu tun und viel zu ändern. Der Vorstand braucht mehr Unterstützung in seiner Arbeit und ich muss euch sagen es ist längst nicht mehr alles im Ehrenamt zu bewältigen.

Hope to see you all @LPT2013.1 in Bottrop

Ein Fehler und meine Konsequenz daraus…

… ist, dass ich von unserer Landesliste für den Bundestag zurücktrete.

Warum?  Weil ich das was mir in unserer Partei am wichtigsten ist vergessen hab. Die Basis. Ich habe mich nicht dafür eingesetzt das Gutachten zur #AVPAMPA zu veröffentlichen. Dabei hab ich mich doch extra für sie dafür eingesetzt, dass wir ein eben solches Gutachten bekommen.Egal, was drin steht hätte es sofort veröffentlicht werden sollen damit wir gemeinsam entscheiden wie wir damit umgehen wollen.

Ich kann den Ärger und die Wut und das Mißtrauen diesbezüglich gut verstehen, denn ich würde bestimmt genauso reagieren wie Ihr. Warum bin ich zu den Piraten gekommen, warum wollte ich sogar für sie in den Bundestag? Transparenz und Bürgerbeteiligung! Die Chance auf Mitbestimmung habe ich mit meinem Handeln den Piraten genommen. Diese Erkenntnis stimmt mich sehr traurig und ich hoffe, dass jeder Pirat der mich auf diesen Listenplatz gewählt hat meine Entschuldigung annimmt und meine Entscheidung respektiert.