Monat: März 2017

Herzensangelegenheit – Notwehr

Seit Ende Mai wohne ich nun in Duisburg und seit meiner Verkündung über Twitter wurde ich von den Duisburger Piraten, zumeist von Britta zur Mitarbeit oder Teilnahme an Treffen angeregt/motiviert. Was ich  wirklich als sehr positiv empfand. Wir kennen uns noch aus meiner Zeit im Landesvorstand. Britta hat bei diversen Aktionen mitgewirkt und ich kenne ich sie als engargierte und herzliche Piratin.
Sie teilte mir fortan die Duisburger Termine mit und lug mich zur Teilnahme ein.
Hin und wieder erzählte sie mir auch von den Problemen, die in Duisburg vorherrschen. Ihren Schilderungen zu Folge, wohl zwischen dem Kreisvorstand und „dem Team Ratsarbeit“. Zu diesem Zeitpunkt wollte ich davon noch nichts wissen, zu sehr beschäftigte mich mein eigenes Leben, ganz ohne Piraten. Die ich aus vielerlei Gründen nur noch aus der Ferne betrachtete.
Ihre Nachrichten nahmen zu und wurden deutlicher. Als es dann zur Umfrage für den Termin zur KMV kam..
Britta rief mich an und sie war ziemlich aufgeregt am Telefon. Ob ich die Umfrage gesehen hätte und wie ich abgestimmt hätte. Sie hätte den Termin zur Beantwortung verpasst und würde sich außerdem maßlos über die Terminvorschläge des Landesvorstands ärgern.
Das liegt bestimmt daran, dass Kurt noch mit im nicht öffentlichen Sitzungsteil der Landesvorstandssitzung war. Ich muss gestehen, mit dieser Aussage war ich überfordert. Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt keinen Kontakt zum aktuellen LaVo, aber dieses handeln traue ich keinem gewählten Vorstand der Piraten zu.
Später erfuhr ich vom Landesvorstand selbst, das der verantwortliche die Wochentage auf den falschen Monat gelegt hatte, eigentlich sollten ausschließlich Wochenenden im Vorschlag stehen. Er selbst hat es erst viel später bemerkt. Bleibt die Frage, warum sich niemand bei ihm gemeldet hat und das in Frage gestellt hat.
Dennoch Skepsis machte sich breit, ich fühlte mich unwohl und mir wurde langsam klar, dass es in Duisburg gerade richtig „kacke“ läuft. Doch was damit anfangen?
Damals in 2012, als ich zur Landesschatzmeisterin gewählt wurde, sagte ich es ist mir eine Herzensangelegenheit. Heute nach einigen Jahren Erfahrung, vielen Tränen, Arbeit und Streit und Demütigung sieht es kein bißchen anders aus.
Meine Aktivitäten hatte ich komplett eingestellt. Ich kann nur schwer halbe Dinge und als Alleinerziehende vollzeitberufstätige Mama mit vier Kindern ist es mir unmöglich meinem Anspruch für Mitarbeit gerecht zu werden, dann lieber gar nicht. Soweit zu meinem persönlichen Dilemma.
Ich wollte jetzt aber auch endlich hören, wie die als Querulanten, Verweigerer, amtsgeilen Lügner (und was ich sonst nicht alles gehört und gelesen hatte) bezeichneten, sich zu den schweren Vorwürfen einiger Menschen äußern würden. Würden sie sich überhaupt äußern?
Sie taten es, sachlich, faktisch. Jede Anschuldigung wurde unhaltbar und es fiel mir gegenüber kein böses Wort gegen die Beschuldigenden.
Ja, hier und da konnte ich ein wenig Wut der Beschuldigenden nachvollziehen, die Erklärungen waren vermutlich mir gegenüber ähnlich resolut und emotionslos wie in ihrem Ursprung auch, man fühlte sich ja schließlich ungerecht behandelt, ausgebremst und persönlich  mißachtet….
Oh Menschen und ihre persönlichen Befindlichkeiten sind so schwierig.
Ich habe weiterhin mit vielen Menschen das Gespräch gesucht um mir einen Überblick zu verschaffen und schnell wurde mir klar, es geht hier nicht um Recht oder Unrecht. Denn positive Fakten gibt es reichlich. Vieles beruht auf Empfindungen, wie Menschen handeln auffassen. So wie es immer ist. Keiner hat jedoch mal mit den Beschuldigten das Gespräch selbständig gesucht, versucht die Missverständnisse aus der Welt zu räumen!
Nachdem Britta wußte, dass ich mit den Beschuldigten gesprochen hatte wurden unsere Gespräche Elementar anders.
Ja, ich habe auch sehr intensive und konstruktive Gespräche mit den Beschuldigenden (außer Britta ) führen können. (Leider viel zu wenige, wie ich finde) Ich bleibe weiterhin objektiv, schaue mir die unterschiedlichen Standpunkte an und versuche Verständnis auf beiden Seiten zu verbreiten, in dem ich die unterschiedlich möglichen Blickpunkte aufzeigte.
Auch erklärte ich meinen persönlichen Standpunkt zum Thema Kreisverbandsauflösung. Ich halte sie nach wie vor, im Wahlkampf, für absolut Fatal. Die Außenwirkung wäre mehr als unprofessionell. Aber dazu vielleicht zu gegebener Zeit mehr.
Eins hatte ich damit in jedem Fall mit meinen Gesprächen erreicht, ich wurde von min. einem Mitglied der zerstrittenen Parteien gebeten, das Amt des Schatzmeisters zu übernehmen, sollte es zu einer Vorstandswahl kommen.
Ich willigte ein und stand zu meinem Wort und versuche jetzt dieser Aufgabe gerecht zu werden. Meine eigentliche Motivation dieses Amt zu übernehmen, ist jedoch nicht die Schatzmeisterin, das erledigt sich im Schlaf ;-). Jedenfalls, wenn man von Berufs wegen Profi und ehemalige Landesschatzmeisterin NRW ist. Ich habe das Amt übernommen, um dem Bedürfnis nach Kommunikation, Information und Transparenz von und mit dem Vorstand Rechnung zu tragen.
Jetzt geht es weiter mit einer Landesschiedsgerichtsklage (unterstützt von Britta), die an Unsachlichkeit und Unwahrheiten kaum zu überbieten ist. Es hagelt Anschuldigungen per Blogbeiträgen von Ulrics, es wird mir zugetragen Britta habe innerhalb der kommunalen Fraktion sich extrem negativ über die Kreismitgliederversammlung geäußert usw usw.
Ich versuche weiterhin objektiv zu bleiben, schreibe emails an alle Parteien und whatts app Nachrichten, mit der Bitte um ein Telefonat oder eine kurze Stellungnahme zu den Anschuldigungen. Ich erhalte keine Reaktion mehr, weder von Britta nach von den anderen dieser „Gruppe“.
Wieso?
Es ist sogar soweit gekommen, dass Lars, unser frisch gewählter Beisitzer und die anderen beiden Neumitglieder aufgrund dieser Streitereien gleich wieder das Weite gesucht hab. Er ist zurück- und gemeinsam sind sie ausgetreten.

Menschen werden in Blogbeiträgen namentlich genannt und man gefährdet damit auch Ihre berufliche Existenz. Ihr Leben außerhalb der Piraten, was jeder von uns braucht um einfach „Sein“ zu können.

Fortsetzung folgt, vielleicht. Auch wenn ich inständig hoffe, dass es nicht nötig ist!

 

 

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